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	<title>Äquivalenzrelationen und Klasseneinteilungen SoSe 12 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-10T17:18:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Geometrie-Wiki</subtitle>
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		<id>http://geometrie.idea-sketch.com/index.php?title=%C3%84quivalenzrelationen_und_Klasseneinteilungen_SoSe_12&amp;diff=12280&amp;oldid=prev</id>
		<title>Schnirch: Die Seite wurde neu angelegt: „== Ziel der Ausführungen bzw. der Veranstaltung == Es gibt grundlegende Begriffe, die man im Mathematikunterricht und auch im alltäglichen Sprachgebrauch ständ…“</title>
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		<updated>2012-04-26T09:47:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „== Ziel der Ausführungen bzw. der Veranstaltung == Es gibt grundlegende Begriffe, die man im Mathematikunterricht und auch im alltäglichen Sprachgebrauch ständ…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Ziel der Ausführungen bzw. der Veranstaltung ==&lt;br /&gt;
Es gibt grundlegende Begriffe, die man im Mathematikunterricht und auch im alltäglichen Sprachgebrauch ständig verwendet, ohne sich bis ins letzte Detail Gedanken über den Begriff selbst zu machen. Mitunter braucht man es dann doch genauer und es stellen sich Fragen, die gar nicht so einfach zu beantworten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Was ist eigentlich eine natürliche Zahl?&lt;br /&gt;
#Was ist ein Bruch, was ist eine Bruchzahl, was ist eine gebrochene Zahl und ist das eigentlich alles dasselbe?&lt;br /&gt;
#Was ist eine Richtung?&lt;br /&gt;
#Was ist der Richtungssinn?&lt;br /&gt;
#Meint 3. und 4. dasselbe?&lt;br /&gt;
#Was ist ein Pfeil und was sind Pfeilklassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann eine ganze Zeit lang Mathematik betreiben, ohne obige Fragen explizit zu beantworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Natürliche Zahlen kennt doch jedes Kind, es sind die Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 usw., sie sind offenbar gottgegeben.&lt;br /&gt;
# Was interessiert es mich, ob es Bruch, gebrochene Zahl oder Bruchzahl heißt, wenn ich etwa &amp;lt;math&amp;gt;\frac{3}{5} + \frac{7}{12}&amp;lt;/math&amp;gt; rechnen soll, dann rechne ich halt &amp;lt;math&amp;gt;\frac{36}{60} +\frac{35}{60}&amp;lt;/math&amp;gt; und erhalte&amp;lt;math&amp;gt;\frac{71}{60}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:3. bis 6.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|[[Bild:Vektorrechnung_01.svg|200px]] || Was interessiert es mich, ob es Pfeil oder Pfeilklasse heißt, wenn ich etwa &amp;lt;math&amp;gt;\vec{AB} + \vec{CD}&amp;lt;/math&amp;gt; bestimmen soll, dann rechne ich halt &amp;lt;math&amp;gt;\vec{AB} + \vec{BE}&amp;lt;/math&amp;gt; und erhalte &amp;lt;math&amp;gt;\vec{AE}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie bleibt bei näherer Betrachtung der Dinge jedoch ein wenig Unsicherheit, die, je mehr man darüber nachdenkt, immer stärker wird:&lt;br /&gt;
Wir haben nicht wirklich die Brüche &amp;lt;math&amp;gt;\frac{3}{5}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\frac{7}{12}&amp;lt;/math&amp;gt; addiert, sondern die Brüche &amp;lt;math&amp;gt;\frac{36}{60}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\frac{35}{60}&amp;lt;/math&amp;gt;. Irgendwie ist das sicherlich dasselbe, irgendwie aber auch nicht: &amp;lt;math&amp;gt;\frac{3}{5}&amp;lt;/math&amp;gt; einer Pizza sind wunderschöne Stücke (Schließlich hat m.g. 10 Jahre das Rezept für seinen Teig optimiert.). &amp;lt;math&amp;gt;\frac{36}{60}&amp;lt;/math&amp;gt; derselben Pizza ist Matsch und nicht wirklich genießbar (eventuell noch für zahnlose Hunde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie passt es schon, dass wir anstelle von &amp;lt;math&amp;gt;\vec{CD}&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\vec{BE}&amp;lt;/math&amp;gt; zu &amp;lt;math&amp;gt;\vec{AB}&amp;lt;/math&amp;gt; addiert haben. Bei näherer Betrachtung ist der Pfeil &amp;lt;math&amp;gt;\vec{BE}&amp;lt;/math&amp;gt; aber auch ein von &amp;lt;math&amp;gt;\vec{CD}&amp;lt;/math&amp;gt; verschiedener Pfeil unserer Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses &amp;#039;&amp;#039;Irgendwie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;passt schon&amp;#039;&amp;#039; sollten wir präzieren. Zentraler Punkt dieser Präzisierung sind die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Äquivalenzrelation&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Klasseneinteilung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klasseneinteilungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele und Gegenbeispiele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kleine Bemerkung aus didaktischer Sicht zur Erarbeitung des Begriffs Klasseneinteilung====&lt;br /&gt;
Die Ausbildung von Lehrern an einer Hochschule oder Universität läuft häufig Gefahr, sich selbst ad absurdum zu führen. Auf der einen Seite fordert man vom zukünftigen Lehrer, dass dieser sich im Praktikum seines didaktischen Know-How&amp;#039;s bedienen möge, während man in den eigenen Lehrveranstaltungen den didaktischen Aspekt stark vernachlässigt.&lt;br /&gt;
Nun wird es rein aus Zeitgründen nicht immer möglich sein, sich in einer Hoschschullehrveranstaltung der Methoden eines Unterricht allgeinbildender Schulen zu bedienen, zumindest exemplarisch sollte es jedoch möglich sein, den stark dozierenden Stil der Hochschullehrveranstaltung zu durchbrechen.&lt;br /&gt;
Hier und jetzt wollen wir dieses tun:&lt;br /&gt;
Der Begriff der Klasseneinteilung soll induktiv erarbeitet werden. Hierzu werden wir verschiedene Beispiele und prägnante Gegenbeispiele bezüglich des Begriffes der Klasseneinteilung untersuchen um dann die Idee des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Klasseneinteilung&amp;#039;&amp;#039; herauszuarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ein Beispiel für eine Klasseneinteilung ====&lt;br /&gt;
Die übliche morgendliche Hektik an der „Maier-Vorwiesener“ Grund- und Hauptschule:&lt;br /&gt;
Frau Schulze-Mackenroth zog es für heute vor, ihr Burnout-Syndrom mit Tannenzäpfle und Ouzo zu pflegen,  weshalb sie sich  kurz vor knapp  bei Rektor Pollenwein telefonisch krank gemeldet hat.&lt;br /&gt;
In ihrer Grundschulklasse geht es derweilen drunter und drüber. Xulio-Dävid hat seine überforderte, allein erziehende Mutter ausgetrickst und das Methylphenidat nicht genommen. Jetzt lässt er seine ADHS hemmungslos an seinen Klassenkameraden aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Hause bei Lehrer Steiner gab es ein weiteres mal Stress wegen der jungen blonden Referendarin, die Steiner betreut. Er flüchtet deshalb und kommt eine Stunde früher. Erleichtert sieht ihn Rektor Gendarm beim Anmarsch auf die Schule. Aus dem Rektoratsfenster ruft er Steiner zu: „Du musst ganz schnell in die Klasse von Xulio-Dävid. Es brennt mal wieder!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist eindeutig geklärt, in welche Klasse Herr Steiner gehen muss. Rein formal hätte Rektor Gendarm natürlich auch die Namen von anderen Schülern nennen können, die mit Xulio-Dävid in dieselbe Klasse gehen. An der klassischen Grund- und Hauptschule geht jeder Schüler in genau eine Klasse. Ihre Klassen sind ein Beispiel dafür, was der Mathematiker unter einer Klasseneinteilung versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ein Gegenbeispiel für den Begriff der Klasseneinteilung ====&lt;br /&gt;
10 Jahre ist Sportsfreund Holzkugel nun Vorsitzender des örtlichen Kegelvereins. Es waren bewegte 10 Jahre. Vor 5 Jahren gelang ihm das, woran schon viele Vorsitzende des Vereins scheiterten: Die Öffnung des Vereins für den Bowlingsport. Die Gegner des Bowling verwiesen immer wieder auf den Namen des Vereins: &amp;quot;Alle Neune Wilhelmsfeld&amp;quot;. Schließlich konnte man sich aber doch auf eine Umbennung in &amp;quot;Gut Holz Wilhelmsfeld&amp;quot; einigen, was die Gründung der Sektion Bowling ermöglichte. Heute gehört &amp;lt;math&amp;gt;\frac {1}{3}&amp;lt;/math&amp;gt; aller Mitglieder von &amp;quot;Gut Holz Wilhelmsfeld&amp;quot; sowohl der Sektion Kegeln als auch der Sektion Bowling an. Die beiden Sektionen  bilden damit keine Klasseneinteilung des Vereins &amp;quot;Gut Holz Wilhelmsfeld&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Identifizieren von Klasseneinteilungen ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
{ Setzen Sie ein Häckchen, wenn es sich nach Ihrer Meinung um eine Klasseneinteilung der angegebenen  Grundmenge handelt.}&lt;br /&gt;
- Einteilung der Menge aller Dreiecke in gleichseitige, gleichschenklige und in Dreiecke bei denen keine zwei Seiten gleichlang sind.&lt;br /&gt;
|| Ein gleichseitiges Dreieck ist gleichzeitig ein gleichschenklig.&lt;br /&gt;
+ Einteilung der Menge aller Vierecke in konvexe und konkave Vierecke.&lt;br /&gt;
|| Ein beliebiges Viereck ist entweder konvex oder nicht konvex und damit konkav. Es gibt kein Viereck, das weder konvex noch konkav ist. Die Menge aller Vierecke wird damit in  genau zwei Klassen eingeteilt. Die eine Menge ist die Menge aller konvexen Vierecke, die andere Menge ist die Menge aller nicht konvexen und damit konkaven Vierecke.&lt;br /&gt;
+ Unter &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{M}&amp;lt;/math&amp;gt; wollen wir die Menge aller Mengen ohne die leere Menge verstehen. Wir teilen &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{M}&amp;lt;/math&amp;gt; nun in unendlich viele Teilmengen ein:&amp;lt;math&amp;gt; M_1,\ M_2,\ M_3,\ M_4,\ ...,\ M_n,\ ... &amp;lt;/math&amp;gt;, wobei wir  unter &amp;lt;math&amp;gt;M_1\ &amp;lt;/math&amp;gt; die Menge aller Mengen mit genau einem Element, unter &amp;lt;math&amp;gt;M_2\ &amp;lt;/math&amp;gt; die Menge aller Mengen mit genau zwei Elementen, unter &amp;lt;math&amp;gt;M_n\ &amp;lt;/math&amp;gt; die Menge aller Mengen mit genau n Elementen etc. verstehen wollen.&lt;br /&gt;
||Jede Menge (außer der leeren Menge) gehört zu genau einer der Teilmengen von &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{M}&amp;lt;/math&amp;gt;. Alle Teilmengen vereinigt bilden die Menge &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{M}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
- Herr Markwitz ist Rektor der Wiesengrund-Hauptschule. Früher war die Wiesengrund-Hauptschule zweizügig. Es gibt damit die Klassen 6a, 6b, 7a, 7b, 8a, 8b, 9a und 9b. Im Schuljahr 2009/2010 reichte es dann nicht mehr. Eigentlich dürfte es nur die Klasse 5a geben. In diese Klasse gehen auch alle Schüler des entsprechenden Jahrgangs. Um den Fortbestand seiner Schule zu sichern, greift Rektor Markwitz zu einem Trick. Er führt fiktiv die Klasse 5b, die allerdings keine Schüler hat.&lt;br /&gt;
|| Das konnten Sie noch nicht wissen: sollen die Teilmengen einer Menge eine Klasseneinteilung der Grundmenge bilden, do darf keine der Teilmengen leer sein. Läßt Herr Markwitz die fiktive Klasse weg, so hat er natürlich wieder eine saubere Einteilung der Menge aller Schüler seiner Schule in Klassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition des Begriffs Klasseneinteilung ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bemerkung&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Definition: (Klasseneinteilung eine Menge)&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Es sei &amp;lt;math&amp;gt;\ M&amp;lt;/math&amp;gt; eine Menge und &amp;lt;math&amp;gt;\ K=\{ T_1, T_2, T_3, ..., T_n, ...\} &amp;lt;/math&amp;gt; eine Menge von Teilmengen von &amp;lt;math&amp;gt;\ M&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine Klasseneinteilung von &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Halt dich senkrecht====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Flag of Switzerland (Pantone).svg|thumb|Flag of Switzerland (Pantone)]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Schulpraktikum war der Begriff der Senkrechten zu behandeln. Der Praktikant hatte ein Bild der Schweizer Nationalflagge auf eine Folie gedruckt und fragte die Schüler, welche Linien Senkrechte wären. Bei den Schülern stellte sich nach den ersten Antworten leichte Unsicherheit ein. &amp;lt;br /&amp;gt;Der Grund für diese Unsicherheit: Die Frage des Praktikanten war völlig unsinnig. Eine Antwort wie &amp;#039;&amp;#039;Gerade &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; steht senkrecht&amp;#039;&amp;#039; ist lediglich eine Aussageform, der kein Wahrheitswert zuzuordnen ist. Erst wenn man die Lage von &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; bezüglich einer anderen Geraden &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; (Ebene, Strahl, Strecke) betrachtet, ist es sinnvoll davon zu sprechen, dass &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; eine Senkrechte ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Relation Gerade &amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; steht senkrecht auf Gerade &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; ist zweistellig.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Eine klassische Dreiecksbeziehung====&lt;br /&gt;
Tom ist der Liebhaber von Gabi. Zu der Ehre der Liebhabereigenschaft kommt er durch die Existenz von Frank, dem Ehemann von Gabi. Tom, Gabi und Frank stehen in einer dreistelligen Relation zueinander, der klassischen Dreiecksbeziehung.&amp;lt;br /&amp;gt;Wir könnten diese Relation auch so formulieren: Gabi steht zwischen zwei Männern.&lt;br /&gt;
==== Beispiel 3 ====&lt;br /&gt;
Trauen Sie sich: Präsentieren Sie hier ein eigenes Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ein Quiz zwischendurch ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
{Setzen Sie ein Häckchen, wenn es sich um eine &amp;lt;u&amp;gt;zweistellige&amp;lt;/u&amp;gt; Relation handelt}&lt;br /&gt;
+ Eine Ebene &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; steht senkrecht zu einer Ebene &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|| klar, wie bei Beispiel 1 für Geraden&lt;br /&gt;
- Der Punkt &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; liegt zwischen den Punkten &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|| dreistellig&lt;br /&gt;
+ Von zwei Punkten ein und derselben Geraden liegt einer vor dem anderen.&lt;br /&gt;
|| Jetzt werden nur zwei Punkte verglichen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Die Idee der Relation aus abstrakter Sicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Jeder mit Jeder?====&lt;br /&gt;
Von Anfang an war Kommissar Schätzerle dieses Dorf, dass man weder dem Ländle noch dem Nachbarn Bayern so recht zuordnen kann, nicht ganz geheuer gewesen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ist nun der schöne Anton der Vater von der Lisa oder doch Stavros, der Grieche, der irgendwann im Dorf auftauchte und seitdem bei der feschen Wirtin wohnt. Wer ist eigentlich der Vater vom Klaus, den man hier immer noch politisch unkorrekt den Dorfdeppen nennt. Und was ist mit Dorothea, deren Zeugung mit Sicherheit nicht die unbefleckte Empfängnis war, alle im Dorf aber so tun, als wenn es so gewesen wäre.&amp;lt;br /&amp;gt;Eins wurde Schätzerle immer klarer: Er konnte den aktuellen Fall nur lösen, indem er alle Vaterschaften des Ortes gnadenlos aufklärte. An die DNS aller in Frage kommender Männer heranzukommen war leicht. Ein abendlicher Besuch bei der feschen Wirtin reichte aus. Schwieriger war es bei den Kindern. Um das Gerichtsverfahren nicht zu gefährden, sei dem Chronisten diesbezügliches Stillschweigen gestattet. Wie auch immer, irgendwann hatte sich Schätzerle auch die noch fehlende DNS von Maria besorgt und schickte alles den Kollegen in Stuttgart zum Zwecke des DNA-Abgleichs.&amp;lt;br /&amp;gt;Mit der Bitte um Kennzeichnung jeweiliger Vaterschaften durch ein Ausrufezeichen schickte er die folgende tabellarische Übersicht mit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! der schöne Anton&lt;br /&gt;
! Stavros, der Grieche&lt;br /&gt;
! der Pfarrer&lt;br /&gt;
! der Gärtner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lisa&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Klaus&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dorothea&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maria&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Karl - Theodor&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hans&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das LKA Stuttgart schickte die Tabelle in folgender Form zurück:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!  &lt;br /&gt;
! der schöne Anton&lt;br /&gt;
! Stavros, der Grieche&lt;br /&gt;
! der Pfarrer&lt;br /&gt;
! der Gärtner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lisa&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Klaus&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dorothea&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Maria&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Karl - Theodor&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hans&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| ?&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der einzige, der sich über das Ergebnis aus Stuttgart freute, war der schöne Anton. Es hielt sich nämlich hartnäckig das Gerücht, dass der Anton zwar recht nett anzusehen sei, andererseits aber struntzdumm und vom Gebrauch der Anabolika, naja sie wissen schon ... .&lt;br /&gt;
Für Schätzerle wurde allerdings klar: Der Mörder war wieder der Gärtner.&lt;br /&gt;
[[Bild:060520111038.jpg|800px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle geordneten Paare: (potentieller Vater, potentielles Kind) aus den Veranstaltungen vom 6.5.11. --[[Benutzer:*m.g.*|*m.g.*]] 11:52, 7. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
[[Bild:060520111040.jpg|800px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem DNA-Abgleich: Alle geordneten Paare (Vater, leibliches Kind) wurden aus dem obigen Kreuzprodukt herausgenommen. Also: Die Relation &amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;math&amp;gt;\ R&amp;lt;/math&amp;gt;: v ist Vater von k&amp;#039;&amp;#039; repräsentiert sich als eine Menge von geordneten Paaren aus dem Kreuzprodukt &amp;lt;math&amp;gt;V \times K&amp;lt;/math&amp;gt;. Anders  ausgedrückt: &amp;lt;math&amp;gt;R \subseteq  V \times K&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Das Remake WS2011/12: Vaterschaften im schwäbischen Dorf===&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|wv_Z9jRxWVM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Definition des Begriffs der Relation ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Definition: (n-stellige Relation)&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::Es seien &amp;lt;math&amp;gt; M_1,\ M_2,\ M_3,\ ...,\ M_n\ n&amp;lt;/math&amp;gt; Mengen, wobei keine dieser Mengen die leere Menge ist. Jede Teilmenge aus  &amp;lt;math&amp;gt; M_1 \times M_2 \times M_3 ...\times  M_n &amp;lt;/math&amp;gt; ist eine &amp;lt;math&amp;gt;\ n-&amp;lt;/math&amp;gt;stellige Relation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Äquivalenzrelationen==&lt;br /&gt;
===Beispiele===&lt;br /&gt;
==== Beispiel 1: „Maier-Vorwiesener“ Grund- und Hauptschule====&lt;br /&gt;
Unter 2.1.2 wurde bereits die Einteilung einer traditionellen GHS in Klassen angesprochen.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage einer solchen Einteilung der Menge aller Schüler einer Schule in Klassen können wir eine Relation &amp;#039;&amp;#039;A geht mit B in dieselbe Klasse&amp;#039;&amp;#039; definieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definition: Es seien &amp;lt;math&amp;gt;\ A&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\ B&amp;lt;/math&amp;gt; zwei Schüler ein und derselben Schule &amp;lt;math&amp;gt;\ S&amp;lt;/math&amp;gt; . &amp;lt;math&amp;gt;A \triangle B :=&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\ A&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\ B&amp;lt;/math&amp;gt; gehen in dieselbe Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition erfüllt alle Anforderungen, die an eine sogenannte Äquivalenzrelation gestellt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;lt;math&amp;gt;\ R&amp;lt;/math&amp;gt; ist reflexiv: &amp;lt;math&amp;gt;\forall C \in  S: C  \triangle C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;math&amp;gt;\ R&amp;lt;/math&amp;gt; ist symmetrisch:  &amp;lt;math&amp;gt;\forall A, B \in S: A \triangle B \Rightarrow B \triangle A&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;lt;math&amp;gt;\ R&amp;lt;/math&amp;gt; ist transitiv:&amp;lt;math&amp;gt;\forall A, B, C \in S: A \triangle B \wedge B \triangle C \Rightarrow A \triangle C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übungsaufgabe: Formulieren Sie 1. bis 3. umgangsprachlicher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel 2: Parallelität auf der Menge der Geraden der Ebene ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parallelität auf der Menge der Geraden der Ebene ist eine Äquivalenzrelation:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Jede Gerade der Ebene ist trvialerweise zu sich selbet parallel.&lt;br /&gt;
# Wenn eine Gerade &amp;lt;math&amp;gt;\ a&amp;lt;/math&amp;gt; zu einer Geraden &amp;lt;math&amp;gt;\ b&amp;lt;/math&amp;gt; parallel ist, dann ist auch die Gerade &amp;lt;math&amp;gt;\ b&amp;lt;/math&amp;gt; zur Geraden &amp;lt;math&amp;gt;\ a&amp;lt;/math&amp;gt; parallel.&lt;br /&gt;
# Wenn eine Gerade &amp;lt;math&amp;gt;\ a&amp;lt;/math&amp;gt; zur Geraden &amp;lt;math&amp;gt;\ b&amp;lt;/math&amp;gt; parallel ist und die Gerade &amp;lt;math&amp;gt;\ b&amp;lt;/math&amp;gt; parallel zur Geraden &amp;lt;math&amp;gt;\ c&amp;lt;/math&amp;gt; ist, dann ist auch die Gerade &amp;lt;math&amp;gt;\ a&amp;lt;/math&amp;gt; zur Geraden &amp;lt;math&amp;gt;\ c&amp;lt;/math&amp;gt; parallel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe src=&amp;quot;http://www.ph-heidelberg.de/wp/gieding/flashz/Beweis_01.swf&amp;quot; width=&amp;quot;1000&amp;quot; height=&amp;quot;600&amp;quot; frameborder=&amp;quot;2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/iframe&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Category:Einführung_P]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Schnirch</name></author>
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