Der schwache Außenwinkelsatz: Unterschied zwischen den Versionen

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Annahme: <math>\ P \in CB</math>
Annahme: <math>\ P \in CB</math>
In diesem Fall würde gelten: <math>\ CP \equiv CB</math>. (Begründung mittels Inzidenzaxiomen ist jetzt nicht mehr nötig.) Wir wollen uns darauf einigen die Gerade <math>\ CP \ equiv \ CB</math> mit <math>\ g</math> zu bezeichnen.<br />
In diesem Fall würde gelten: <math>\ CP \equiv CB</math>. (Begründung mittels Inzidenzaxiomen ist jetzt nicht mehr nötig.) Wir wollen uns darauf einigen die Gerade <math>\ CP \ equiv \ CB</math> mit <math>\ g</math> zu bezeichnen.<br />
Die Gerade <math>\ CP</math> hat mit der Geraden <math>\ AB</math> genau einen Punkt gemeinsam, den Punkt <math>\ M</math>.
Die Gerade <math>\ CP</math> hat mit der Geraden <math>\ AB</math> genau einen Punkt gemeinsam, den Punkt <math>\ M</math>.<br />
Die Gerade <math>\ CB</math> hat mit der Geraden <math>\ AB</math> genau einen Punkt gemeinsam, den Punkt <math>\ B</math>.
Die Gerade <math>\ CB</math> hat mit der Geraden <math>\ AB</math> genau einen Punkt gemeinsam, den Punkt <math>\ B</math>.<br />
Da die beiden Geraden <math>\ CB</math> und <math>\ CP</math> identisch sind und die nichtidentischen Geraden <math>\ g</math> und <math>\ AB</math> maximal einen Punkt gemeinsam haben können, müssen die beiden Punkte <math>\ M</math> und <math>\ B</math> identisch sein.<br />
Da die beiden Geraden <math>\ CB</math> und <math>\ CP</math> identisch sind und die nichtidentischen Geraden <math>\ g</math> und <math>\ AB</math> maximal einen Punkt gemeinsam haben können, <br />müssen die beiden Punkte <math>\ M</math> und <math>\ B</math> identisch sein.<br />
Letzteres ist ein Widerspruch zur Wahl von <math>\M</math> : <math>\ M</math> ist der Mittelpunkt von <math>\overline{AB}</math>.
Letzteres ist ein Widerspruch zur Wahl von <math>\ M</math> : <math>\ M</math> ist der Mittelpunkt von <math>\ \overline{AB}</math>.

Version vom 8. Juli 2010, 20:14 Uhr

schwacher Außenwinkelsatz?

In der Vorlesung wurde angedeutet, dass es im Rahmen der absoluten Geometrie nicht möglich ist, den Satz über die Summe der Größen der Innenwinkel eines Dreiecks zu beweisen. Wenn es richtig ist, was in der Vorlesung gesagt wurde, dann dürfte es in der absoluten Geometrie auch nicht möglich sein, den sogenannten starken Außenwinkelsatz zu beweisen. Die folgende Applikation demonstriert den starken Außenwinkelsatz:

GeoGebra





Egal, wie wir unser Dreieck ABC wählen, es gilt immer  |β|=|α|+|γ|.


Allgemeiner formuliert:
Für jedes Dreieck gilt: Die Größe eines jeden Außenwinkels ist immer gleich der Summe der Größen der beiden Innenwinkel des Dreiecks, die zu dem jeweiligen Außenwinkel keine Nebenwinkel sind.

Wie bereits erwähnt, gilt der starke Außenwinkelsatz im Rahmen der absoluten Geometrie nicht. Es gilt jedoch der sogenannte schwache Außenwinkelsatz. Dieser ist selbstverständlich im starken Außenwinkelsatz aufgehoben.

Satz VIII.1: (schwacher Außenwinkelsatz)
Die Größe eines jeden Außenwinkels eines Dreiecks ist jeweils größer als die Größe eines jeden Innenwinkels dieses Dreiecks, der kein Nebenwinkel zu dem gewählten Außenwinkel des Dreiecks ist.

Für den Beweis des schwachen Außenwinkelsatzes formulieren wir zunächst ein Lemma.

Lemma 2
Wenn ein Punkt  P im Inneren des Winkels ASB liegt, dann liegt der gesamte Strahl  SP+ im Inneren des Winkels ASB .

Hinsichtlich des Beweises von Lemma 2 verweisen wir auf das alte Skript (Geschichten aus dem Inneren).

Beweis von Satz VIII.1
Hilfskonstruktion
GeoGebra

--Heinzvaneugen 10:12, 8. Jul. 2010 (UTC)

Danke --*m.g.* 19:37, 8. Jul. 2010 (UTC)

Der letztendliche Beweis

Es bleibt zu zeigen:  PI(β'), wobei wir in diesem Fall das offene Innere von  β' meinen.

GeoGebra



Das offene Innere von  β' ist der Schnitt zweier offener Halbebenen  AB,C CB,A+.

Der Punkt  P würde gerade dann nicht im Inneren des Winkels β' liegen,wenn er

  1. in Halbenbene  AC,B+
    oder
  2. in der Halbebene  CB,A
    liegen würde.

zu 1.
Als Punkt der Halberaden  MC (Konstruktion von  P) kann  P nicht mit  C auf ein und derselben Seite bezüglich  AB liegen.

zu 2.
2.a
Annahme:  PCB In diesem Fall würde gelten:  CPCB. (Begründung mittels Inzidenzaxiomen ist jetzt nicht mehr nötig.) Wir wollen uns darauf einigen die Gerade  CP equiv CB mit  g zu bezeichnen.
Die Gerade  CP hat mit der Geraden  AB genau einen Punkt gemeinsam, den Punkt  M.
Die Gerade  CB hat mit der Geraden  AB genau einen Punkt gemeinsam, den Punkt  B.
Da die beiden Geraden  CB und  CP identisch sind und die nichtidentischen Geraden  g und  AB maximal einen Punkt gemeinsam haben können,
müssen die beiden Punkte  M und  B identisch sein.
Letzteres ist ein Widerspruch zur Wahl von  M :  M ist der Mittelpunkt von  AB.