Wichtige Begriffe der Geometrie - Glossar: Unterschied zwischen den Versionen

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===== Definition II.3: (Strecke, Endpunkte einer Strecke) =====
===== Definition II.3: (Strecke, Endpunkte einer Strecke) =====
:::Es seien <math>\ A</math> und <math>\ B</math> zwei verschiedene Punkte. Die Punktmenge, die <math>\ A</math> und <math>\ B</math> sowie alle Punkte, die zwischen <math>\ A</math> und <math>\ B</math> liegen, enthält,  heißt Strecke <math>\overline{AB}</math>. Stimmt das? --[[Benutzer:Sternchen|Sternchen]] 13:07, 5. Jun. 2010 (UTC)
:::Es seien <math>\ A</math> und <math>\ B</math> zwei verschiedene Punkte. Die Punktmenge, die <math>\ A</math> und <math>\ B</math> sowie alle Punkte, die zwischen <math>\ A</math> und <math>\ B</math> liegen, enthält,  heißt Strecke <math>\overline{AB}</math>.


===== Definition II.4: (Länge einer Strecke) =====
===== Definition II.4: (Länge einer Strecke) =====

Version vom 22. Juli 2010, 20:29 Uhr

Hier soll ein Glossar wichtiger geometrischer Begriffe und Sätze (in Bezug auf unsere Veranstaltung) entstehen. Bitte ergänzen Sie!


Grundbegriffe (undefinierte Begriffe)

  • Punkt
  • Gerade
  • Ebene

Begriffsklärungen

  • disjunkt - elementfremd, nicht gleich
  • identitiv - antisymmetrisch, gleich
    (z.B. wenn aRb und bRa dann a=b) --TimoRR 21:20, 5. Jun. 2010 (UTC)
  • inzident - beschreibt die Zugehörigkeit - Elementbezeichnung
    (z.B. inzidiert ein Punkt mit einer Geraden g, wenn er zu der Geraden g gehört) --TimoRR 21:20, 5. Jun. 2010 (UTC)
  • kollinear - eine Gerade, die alle Punkte einer Menge enthält
  • komplanar - eine Ebene, die alle Punkte einer Menge enthält --TimoRR 21:20, 5. Jun. 2010 (UTC)
  • reflexiv - jedes Element steht in Relation zu sich selbst
  • symmetrisch - wenn zwei Elemente in der gleichen Klasse liegen
    (z.B. sind a€M und b€M, dann gilt aRb aber auch bRa) --TimoRR 21:20, 5. Jun. 2010 (UTC)
  • transitiv - wenn ein Element 1 zu dem nächsten Element 2 in Relation steht und das nächste
    Element 2 zu dem übernächsten Element 3 in Relation steht, dann steht das Element 1 automatisch
    auch in Relation zu dem übernächsten Element 3 in Relation --TimoRR 21:20, 5. Jun. 2010 (UTC)

"bitte überprüft das mal jemand ;-)"

Das Problem ist, dass diese Erklärungen maximal Erinnerungsstützen sein können. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie die Erkärungen in saubere Definitionen fassen.
Beispiel: Definition:(disjunkt)
Zwei Mengen  A und  B sind disjunkt zueinander, wenn sie keine gemeinsamen Elemente haben.
Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, wenn Sie diesen Abschnitt umbenennen in Basiswissen: Definitionen/Sätze und einen neuen Abschnitt zu den Erklärungen aufmachen. Dieser neue Abschnitt könnte dann Dinge beinhalten, die mehr oder weniger Prozeßwissen beinhalten. Ein Beispiel:
  1. Nichtfolgerbarkeit einer Aussage  a aus einer Menge  A von Axiomen
Mitunter möchte man wissen, ob sich eine bestimmte Aussage  a aus einer Menge  A von Axiomen folgern läßt. Gelingt uns diese Folgerung, ist alles in Ordnung. Falls diese Folgerung nicht gelingt, haben wir ein Problem: Wir können uns nicht sicher sein, ob die Folgerung prinzipiell nicht möglich ist, oder ob es unser Unvermögen war, welches das Projekt Folgerung von  a aus  A scheitern ließ. Abhilfe bringt ggf. die Suche nach Modellen für  A. In jedem Modell für  A müssen auch alle Folgerunge gelten, die aus  A abgeleitet werden können. Sollten wir nun ein Modell für  A finden, in dem  a nicht gilt ...
  1. Modell für eine Menge von Axiomen
...

*m.g.* 12:32, 9. Jun. 2010 (UTC)


Klasseneinteilung

Es sei M eine Menge und K={T1,T2,T3,...,Tn,...} eine Menge von Teilmengen von M.
K ist eine Klasseneinteilung von M, wenn gilt:
  1. notwendige Bedingung 1: Keine der Teilmengen ist die leere Menge.
  2. notwendige Bedingung 2: Je zwei Teilmengen sind disjunkt.
  3. notwendige Bedingung 3: Die Vereinigung aller Teilmengen ergibt wieder die Menge M.
Mengen sind disjunkt, wenn die Schnittmenge dieser Mengen die leere Menge ist, bzw. die Mengen keine gemeinsamen Objekte besitzen.

Relationen

Definition: (n-stellige Relation)

Es seien M1, M2, M3, ..., Mn n Mengen, wobei keine dieser Mengen die leere Menge ist. Jede Teilmenge aus M1×M2×M3...×Mn ist eine  nstellige Relation.

Definition: (Äquivalenzrelation)

Eine Relation  R in einer Menge  M heißt Äquivalenzrelation, wenn sie reflexiv, symmetrisch und transitiv ist.

Axiome

  • Inzidenzaxiome:
Axiom I.0:
Geraden und Ebenen sind Punktmengen.
Axiom I.1: (Axiom von der Geraden)
Zu zwei beliebigen verschiedenen Punkten gibt es genau eine Gerade, die die beiden Punkte enthält.
Axiom I.2:
Zu jeder Geraden gibt es wenigstens zwei Punkte, die dieser Geraden angehören.
Axiom I.3:
Es gibt wenigstens 3 Punkte, die nicht kollinear sind.
Axiom I.4:
Zu je drei nichtkollinearen Punkten gibt es genau eine Ebene, die diese drei Punkte enthält. Jede Ebene enthält (wenigstens) einen Punkt.
Axiom I.5:
Wenn zwei Punkte einer Geraden g in einer Ebene E liegen, so gehört g zu E.
Axiom I.6:
Wenn zwei Ebenen einen Punkt gemeinsam haben, so haben sie noch mindestens einen weiteren Punkt gemeinsam.
Axiom I.7:
Es gibt vier Punkte, die nicht komplanar sind.
  • Abstandsaxiome:
Axiom II.1: (Abstandsaxiom)
Zu je zwei Punkten  A und  B gibt es eine eindeutig bestimmte nicht negative reelle Zahl  d mit d=0:A=B.
Axiom II.2:
Für zwei beliebige Punkte  A und  B gilt |AB|=|BA|.
Axiom II/3: (Dreiecksungleichung)
Für drei beliebige Punkte  A,B und  C gilt: |AB|+|BC||AC|.
Falls koll(ABC), dann ist eine der folgenden Gleichungen erfüllt:
|AB|+|BC|=|AC|
|AC|+|CB|=|AB|
|BA|+|AC|=|BC|
Ist umgekehrt eine dieser drei Gleichungen erfüllt, so sind  A,  B und  C kollinear.
Axiom III.1: (Axiom vom Lineal)
Zu jeder nicht negativen reelen Zahl  d gibt es auf jedem Strahl  p genau einen Punkt, der zum Anfangspunkt von  p den Abstand  d hat.
Axiom III.2: (Das Axiom von Pasch)
Gegeben sei ein Dreieck ABC. Ferner sei  g eine Gerade, die durch keinen der drei Eckpunkte  A,B,C geht. Wenn  g eine der drei Seiten des Dreiecks ABC schneidet, dann schneidet  g genau eine weitere Seite des Dreiecks ABC.

Axiom IV.1: (Winkelmaßaxiom)

Zu jedem Winkel  α gibt es genau eine reelle Zahl  ω zwischen 0 und 180.

Axiom IV.2: (Winkelkonstruktionsaxiom)

Es sei  gSA eine Gerade in der Ebene  E. Zu jeder reellen Zahl  ω mit  0<ω<180 gibt es in jeder der beiden durch  g bestimmten Halbebenen der Ebene  E genau einen Strahl  SB+ mit  |ω|=|ASB|

Axiom IV.3: (Winkeladditionsaxiom)

Wenn der Punkt  P zum Inneren des Winkels  ASB gehört , dann gilt  |ASP|+|PSB|=|ASB|.

Axiom IV.4: (Supplementaxiom)

Nebenwinkel sind supplementär.

Axiom V: (Kongruenzaxiom SWS)

Wenn für zwei Dreiecke ABC und DEF die folgenden 3 Kongruenzen
  1. ABDE
  2. ACDF
  3. CABFDE
gelten,
dann sind die beiden Dreiecke ABC und DEF kongruent zueinander.

Euklidisches Parallelenaxiom

Zu jedem Punkt  P außerhalb einer Geraden  g gibt es höchstens eine Gerade  h, die durch  P geht und zu  g parallel ist.

Definitionen

Definition des Begriffs der Relation:
Definition: (n-stellige Relation)
Es seien M1, M2, M3, ..., Mn n Mengen, wobei keine dieser Mengen die leere Menge ist. Jede Teilmenge aus M1×M2×M3...×Mn ist eine  nstellige Relation.
Definition: (Äquivalenzrelation)
Eine Relation  R in einer Menge  M heißt Äquivalenzrelation, wenn sie reflexiv, symmetrisch und transitiv ist.
Definition I.2: (kollinear)
Eine Menge von Punkten heißt kollinear, wenn es eine Gerade gibt, die alle Punkte der Menge enthält.
Schreibweise: koll(A, B, C, ...) Sollten die Punkte A, B, C einer Menge nicht kollinear sein, so schreibt man:nkoll(A, B, C)
Definition I.3: (Inzidenz Punkt Ebene)
Ein Punkt P inzidiert mit einer Ebene E, wenn P ein Element der Ebene E ist.
Definition I.4: (Inzidenz Gerade Ebene)
Eine Gerade g gehört zu einer Ebene E, wenn jeder Punkt von g zu E gehört.
Definition I.5: (Raum)
Die Menge aller Punkte P wird Raum genannt.
Definition I.6: (komplanar)
Eine Menge von Punkten heißt komplanar, wenn es eine Ebene gibt, die alle Punkte der Menge enthält. Schreibweise: komp(A, B, C, D, ...) (analog nkomp(..) für nicht komplanar)
Definition I.7: (komplanar für Geraden)
Zwei Geraden g und h sind komplanar, wenn es eine Ebene gibt, in der beide Geraden vollständig liegen.
Schreibweise: komp(g, h)
Definition I.8: (Geradenparallelität)
Zwei Geraden g und h sind parallel, wenn sie identisch oder komplanar und schnittpunktfrei sind.
In Zeichen: g||h.
Definition I.9: (windschief )
Zwei Geraden g und h sind windschief, wenn sie schnittpunktfrei und nicht parallel sind.
Definition I.10: (parallel für Ebenen)
Zwei Ebene E1 und E2 sind parallel, wenn sie keinen Punkt gemeinsam haben.
Definition II.1: (Abstand)
Der Abstand zweier Punkte  A und  B ist die Zahl, die nach dem Abstandsaxiom den Punkten  A und  B zugeordnet werden kann.
Schreibweise: d=|AB|.
Definition II.2: (Zwischenrelation)
Ein Punkt  B liegt zwischen zwei Punkten  A und  C, wenn |AB|+|BC|=|AC| gilt und der Punkt  B sowohl von  A als auch von  C verschieden ist.
Schreibweise: Zw(A,B,C)
Definition II.3: (Strecke, Endpunkte einer Strecke)
Es seien  A und  B zwei verschiedene Punkte. Die Punktmenge, die  A und  B sowie alle Punkte, die zwischen  A und  B liegen, enthält, heißt Strecke AB.
Definition II.4: (Länge einer Strecke)
Es seien  A und  B zwei verschiedene Punkte. Der Abstand |AB| heißt Länge der Strecke AB. OK? --Sternchen 13:09, 5. Jun. 2010 (UTC)
Definition II.5: (Halbgerade, bzw. Strahl)
Lösung_von_Aufgabe_6.5


Eine informelle Definition:
Definition: Halbgerade AB+
Gegeben seien zwei verschiedene Punkte  A und  B. Unter dem Strahl bzw. der Halbgeraden  AB+ versteht man die Strecke AB vereinigt mit der Menge aller der Punkte, die man erhält, wenn man AB über  B hinaus verlängert.
Formulieren Sie eine mathematisch korrekte Definition des Begriffs Halbgerade  AB+.


Definition: Halbgerade AB+
AB+:={PZw(A,P,B)Zw(A,B,P)}{A,B}
diese Lösung ist richtig!--Schnirch 12:48, 16. Jun. 2010 (UTC)


Lösung_von_Aufgabe_6.6


Gegeben seien zwei nicht identische Punkte  A und  B. Unter  AB wollen wir die Menge aller Punkte  P verstehen, die man erhält, wenn man AB über  A hinaus verlängert. Geben Sie eine mathematisch korrekte Definition für die Menge dieser Punkte  P an.
Lösung: Ergänzen Sie einfach die folgende Mengenschreibweise:
AB:={P|Zw(P,A,B)}{A}
diese Lösung ist richtig! --Schnirch 12:49, 16. Jun. 2010 (UTC)
Definition III.1: (Mittelpunkt einer Strecke)
Wenn ein Punkt  M der Strecke AB zu den Endpunkten  A und  B jeweils den selben Abstand hat, dann ist er der Mittelpunkt der Strecke AB.
Definition IV.1: (offene Halbebene)
Es sei  E eine Ebene in der die Gerade  g liegen möge. Ferner sei  Q ein Punkt der Ebene  E, der nicht zur Geraden  g gehört.
Unter den offenen Halbebenen  gQ+ und  gQ bezüglich der Trägergeraden  g versteht man die folgenden Punktmengen:
 gQ+:={P|¬S{S}=gPQ}
 gQ:={P|S{S}=gPQ}g


muss es nicht heißen:  gQ:=S{S}=gPQ} \ g

da es sich um eine offene Halbebene handelt, darf g doch nicht enthalten sein, oder? --Frühling 15:10, 28. Jun. 2010 (UTC)

Nein, da 1. oben schon gesagt wurde, dass P nicht auf g liegen soll und 2. gäbe es somit auch keinen Schnittpunkt S. Also sind alle Punkte ausgeschlossen, die auf g liegen.

Das ist falsch, Schafi. Es gäbe sehr wohl einen Schnittpunkt, denn auch die Endpunkte gehören zur Strecke. Frühling hat (bis auf Schreibfehler in der Formel) vollkommen recht. Ich hab's mal geändert. Bin mir mit der Schreibweise aber auch nicht überall sicher.
--Sternchen 20:28, 22. Jul. 2010 (UTC)
Definition IV.2: (Halbebene)
 gQ+:={P|¬S{S}=gPQ}{g}
 gQ:={P|S{S}=gPQ}


Es sei  g eine Gerade der Ebene  E.  gQ+ und  gQ seien die beiden offenen Halbebenen von  E bezüglich  g. Unter den (geschlossenen) Halbebenen von  E bezüglich  g versteht die beiden Punktmengen, die durch die Vereinigung jeder dieser beiden offenen Halbebene von  E bezüglich der Geraden  g mit jeweils dieser Geraden  g entstehen.
 gQ+:={P|¬S{S}=gPQ}{g}
 gQ:={P|S{S}=gPQ}


Bemerkung: Für die formale Beschreibung von offenen und geschlossenen Halbebenen wird jeweils dieselbe Bezsichnung verwendet: offene Halbebene:  gQ+, (geschlossene) Halbebene:  gQ+. Derr weitere Gebrauch der Sprache kennzeichnet, ob es sich um eine offene oder um die geschlossene Halbene handeln soll. Aus Gründen der Vereinfachung sei vereinbart, dass  gQ+ bzw.  gQ immer die geschlossene Halbebene meint. Soll die offene Halbebene gemeint sein, so ist dieses durch den Zusatz "offen" zu kennzeichnen.
--*m.g.* 21:50, 23. Jun. 2010 (UTC)

Dies habe ich aus dem Skript kopiert. --Rakorium 11:43, 7. Jul. 2010 (UTC)

Definition IV.3: (konvexe Punktmenge)
Eine Menge  M von Punkten heißt konvex, wenn mit je zwei Punkten  A und  B dieser Menge die gesamte Strecke AB zu  M gehört.
Definition V.1: (Winkel)
Ein Winkel heißt die Vereinigungsmenge zweier Strahlen p und q, die einen gemeinsamen Anfangspunkt S haben.

oder

Ein Winkel ist ein Paar Halbgeraden p, q mit gemeinsamen Anfangspunkt S.
Definition V.2: (Inneres eines Winkels)
Das Innere eines Winkels ASB ist der Schnitt ...der beiden Halbebenen  SA,B+ und  SB,A+
Definition V.3: (Scheitelwinkel)
Die Winkel SA+,SB+ und SA,SB sind Scheitelwinkel.
Definition V.4: (Nebenwinkel)
Die Winkel SA+,SB+ und SA,SB+ sind Nebenwinkel.
Definition V.5: (Größe eines Winkels)
Die Zahl  ω, die entsprechend des Winkelmaßaxioms einem jeden Winkel  α eindeutig zugeordnet werden kann, wird die Größe oder das Maß von  α genannt.
In Zeichen: ω=|α|.
Definition V.6 : (Rechter Winkel)
Wenn ein Winkel die selbe Größe wie einer seiner Nebenwinkel hat, so ist er ein rechter Winkel.
Definition V.7 : (Supplementärwinkel)
Zwei Winkel heißen genau dann supplementär, wenn die Summe ihrer Größen 180 beträgt.
Definition V.8 : (Relation senkrecht auf der Menge der Geraden)
Es seien  g und  h zwei Geraden. Wenn sich  g und  h schneiden und bei diesem Schnitt rechte Winkel entstehen, dann stehen die Geraden  g und  h senkrecht aufeinader.
In Zeichen:  g h (in der Formelbeschreibungssprache Tex: \perp , läßt sich gut merken, von perpendicular)
Definition V.9 : (noch mehr Senkrecht)
Eine Gerade  g und eine Strecke AB stehen senkrecht aufeinander, wenn die  g und die Gerade  AB senkrecht aufeinander stehen.

Ergänzen Sie:

Eine Strecke  AB und eine Strecke  CD stehen senkrecht aufeinander, wenn ... die Gerade AB und die Gerade CD senkrecht aufeinander stehen??? --Maude001 11:45, 27. Jun. 2010 (UTC)
Eine Gerade  g und eine Ebene ϵ stehen senkrecht aufeinander, wenn es in ϵ ... zwei Geraden gibt, die nicht parallel oder identisch sind und vollständig in ϵ liegen und auf die g senkrecht steht. --Löwenzahn 15:18, 2. Jul. 2010 (UTC)
Definition VI.1: (Mittelsenkrechte)
Es sei  m eine Gerade und AB eine Strecke, die durch  m im Punkt  M geschnitten wird.  m ist die Mittelsenkrechte von AB, wenn
  1. mAB
  2. |AM|=|MB|
Definition VI.2
Es seien  p, w und  q drei Halbgeraden ein und derselben Ebene mit dem gemeinsamen Anfangspunkt  S. Die Halbgerade  w ist die Winkelhalbierende des Winkels pq, wenn  w im Inneren von pq liegt und die beiden Winkel pw und wq dieselbe Größe haben.
Definition VII.1: (Streckenkongruenz)
Zwei Strecken sind kongruent, wenn sie dieselbe Länge haben.
In Zeichen ABCD:=|AB|=|CD|
Definition VII.2 : (Winkelkongruenz)
Zwei Winkel die dieselbe Größe haben heißen kongruent zueinander.
In Zeichen: αβ:=|α|=|β|
Definition VII.3: (Dreieckskongruenz)
Wenn für zwei Dreiecke ABC und DEF die folgenden 6 Kongruenzen
  1. ABDE
  2. BCEF
  3. ACDF
  4. CABFDE
  5. ABCDEF
  6. ACBDFE
gelten,
dann sind die beiden Dreiecke ABC und DEF kongruent zueinander.
Definition VII.4 : (gleichschenkliges Dreieck)

as können sie selbst. Bringen Sie in der Definition die Begriffe Basis, Basiswinkel und Schenkel eines gleichschenkligen Dreiecks unter.

Übung 11 Aufgabe 1

Ein Dreieck mit zwei zueinanderkongruenten Seiten heißt gleichschenkliges Dreieck. Die beiden zueinander kongruenten Seiten heißen Schenkel des gleichseitigen Dreiecks. Die dritte Seite des gleichschenkligen Dreiecks heißt Basis. Die Innenwinkel eines gleichschenkligen Dreiecks, dessen Scheitelpunkte die Eckpunkte der Basis sind heißen Basiswinkel des gleichschenkligen Dreiecks.

--Rakorium 07:24, 8. Jul. 2010 (UTC)

Definition VIII.1: Außenwinkel eines Dreiecks

Alle Nebenwinkel der Innenwinkel eines Dreiecks ABC heißen Außenwinkel des Dreiecks. ---mogli- 15:20, 17. Jul. 2010 (UTC)

Definition IX.1: (Lot, Lotgerade, Lotfußpunkt)

Es sei P ein Punkt, der nicht zur Geraden g gehören möge. Die Gerade l, die senkrecht auf g steht und durch den Punkt P geht heißt Lotgerade von P auf g. Der Schnittpunkt L von l mit g, heißt Lotfußpunkt des Lotes von P auf g. Unter dem Lot von P auf g, versteht man die Strecke PL. ---mogli- 15:19, 17. Jul. 2010 (UTC)


Definition IX.2: (Abstand eines Punktes zu einer Geraden)

Es sei P ein Punkt außerhalb von g. Der Abstand von P zu g ist die Länge der Lotes PL von P auf g. ---mogli- 15:24, 17. Jul. 2010 (UTC)

Sätze

Satz I.1:
Es seien g und h zwei Geraden. Wenn g und h nicht identisch sind, haben sie höchstens einen Punkt gemeinsam.
Satz I.2: (Kontraposition von Satz I.1)
Es seien g und h zwei Geraden.
Wenn g und h mehr als einen Punkt gemeinsam haben, so sind g und h identisch.
Satz I.3: (Existenz von drei Geraden)
Es existieren mindestens drei paarweise verschiedene Geraden.
Satz I.5:
Zwei voneinander verschiedene Ebenen haben entweder keinen Punkt oder eine Gerade gemeinsam, auf der alle gemeinsamen Punkte beider Ebenen liegen.
Satz I.6:
Eine Ebene und eine nicht in ihr liegende Gerade haben höchstens einen Punkt gemeinsam.
Satz I.7:
Jede Ebene enthält (wenigstens) drei Punkte.
Satz II.1:
Aus Zw(A,B,C) folgt Zw(C,B,A).
Satz II.2:
Aus Zw(A,B,C) folgt koll(A,B,C).
Satz II.3:
Es sei koll(A,B,C) mit  A,B,C sind paarweise verschieden.
Dann gilt Zw(A,B,C) oder Zw(A,C,B) oder Zw(B,A,C).
Satz II.4:
Es sei  O ein Punkt einer Geraden  g.
Die Teilmengen  OA+{O}, {O} und  OA{O} bilden eine Klasseneinteilung der Geraden  g.
Satz III.1: (Existenz und Eindeutigkeit des Mittelpunkte einer Strecke)
Jede Strecke hat genau einen Mittelpunkt.
Satz IV.1: (Repräsentantenunabhängigkeit)
Wenn  Q2 ein Punkt der Halbebene  gQ1+ ist, dann gilt  gQ1+ gQ2+ und  gQ1 gQ2.
Satz IV.2:
Halbebenen sind konvexe Punktmengen
Satz IV.3:
Der Durchschnitt zweier konvexer Punktmengen ist konvex.
Satz V.1:
Das Innere eines Winkels ist konvex.

Satz V.2:

Wenn der Punkt  P im Inneren des Winkels  ASB und nicht auf einem der Schenkel des Winkels  ASB liegt, dann ist die Größe der beiden Teilwinkel  ASP und  PSB jeweils kleiner als die Größe des Winkels  ASB.

Satz V.3: (Existenz von rechten Winkeln)

Es gibt rechte Winkel.

Satz V.4:

Jeder rechte Winkel hat das Maß 90.

Satz V.5: ( Existenz und Eindeutigkeit der Senkrechten in einem Punkt)

Gegeben seien ein Punkt P auf einer Geraden g in einer Ebene E. Es gibt in E genau eine Gerade, die durch P geht und senkrecht auf g steht.

oder

Es sei  g eine Gerade der Ebene  E. Ferner sei  P ein Punkt auf  g. In der Ebene  E gibt es genau eine Gerade  s, die durch  P geht und senkrecht auf  g steht.

Satz VI.1: (Existenz und Eindeutigkeit der Mittelsenkrechten)

Jede Strecke hat in jeder Ebene, zu der die Strecke vollständig gehört, genau eine Mittelsenkrechte.

Satz VI.112:

Es sei  SW+ die Winkelhalbierende des Winkels ASB. Dann gilt |ASW|=|WSB|=12|ASB|.

Satz VI.2: (Existenz und Eindeutigkeit der Winkelhalbierenden)

Zu jedem Winkel gibt es genau eine Winkelhalbierende.

Satz VII.1:

Die Relation kongruent ist auf der Menge aller Strecken eine Äquivalenzrelation.

Satz VII.2:

Die Relation kongruent ist auf der Menge aller Winkel eine Äquivalenzrelation.

Satz VII.3:

Die Relation kongruent ist auf der Menge aller Dreiecke eine Äquivalenzrelation.

Satz VII.4: (Kongruenzsatz WSW)

Wenn für zwei Dreiecke ABC und DEF die folgenden 3 Kongruenzen
  1. ABDE
  2. CABFDE
  3. ABCDEF
gelten,
dann sind die beiden Dreiecke ABC und DEF kongruent zueinander.

Satz VII.5: (Basiswinkelsatz)

In jedem gleichschenkligen Dreieck sind die Basiswinkel kongruent zueinander.

Lemma 1:

Die Winkelhalbierende  SW+ eines Winkels  ASB schneidet die Strecke AB in genau einem Punkt  P.

Satz VII.6: (Mittelsenkrechtenkriterium)

Eine Menge  M von Punkten ist genau dann die Mittelsenkrechte einer Strecke  AB, wenn für jeden Punkt  P M gilt: APBP.

Satz VII.6 a: (hinreichende Bedingung dafür, dass ein Punkt zur Mittelsenkrechten von ABgehört.)

Wenn ein Punkt  P zu den Endpunkten der Strecke AB jeweils ein und denselben Abstand hat, so ist er ein Punkt der Mittelsenkrechten von AB.

Satz VII.6 b: (notwendige Bedingung dafür, dass ein Punkt zur Mittelsenkrechten von AB gehört)

Wenn ein Punkt  P zur Mittelsenkrechten der Strecke AB gehört, dann hat er zu den Punkten  A und  B ein und denselben Abstand.


Satz VIII.1: (schwacher Außenwinkelsatz)

Die Größe eines jeden Außenwinkels eines Dreiecks ist jeweils größer als die Größe eines jeden Innenwinkels dieses Dreiecks, der kein Nebenwinkel zu dem gewählten Außenwinkel des Dreiecks ist.

Lemma 2:

Wenn ein Punkt  P im Inneren des Winkels ASB liegt, dann liegt der gesamte Strahl  SP+ im Inneren des Winkels ASB.

Satz IX.1: (Existenz und Eindeutigkeit des Lotes)

Zu jedem Punkt P außerhalb einer Geraden g gibt es genau ein Lot von P auf g. ---mogli- 15:26, 17. Jul. 2010 (UTC)