Implikationen
Generelle Kennzeichnung von Implikationen
Implikationen sind spezielle mathematische Aussagen, deren Typ sich kurz wie folgt darstellen bzw. beschreiben lässt:
Wenn a dann b .
Aus a folgt b .
a impliziert b .
b ist eine Folgerung aus a .
Unter der Voraussetzung, dass a gilt, gilt auch b .
a ist hinreichend dafür, dass b gilt.
a ⇒ b
Die Aussage a heißt in der Implikation a ⇒ b Voraussetzung, die Aussage b wird Behauptung genannt.
Beispiele
Implikation 1: Satz zur Teilbarkeit durch 3
Wenn die Quersumme a ‾ einer natürlichen Zahl a durch 3 teilbar ist, dann ist auch die Zahl a durch 3 teilbar.
In Formelsprache: ∀ a ∈ ℕ : 3 | a ‾ ⇒ 3 | a
Voraussetzung: 3 | a ‾
Behauptung: 3 | a
Implikation 2: Satz zur Teilbarkeit von Summen
Für alle natürlichen Zahlen a , b , t gilt:
Wenn t die Zahlen a und b teilt, dann teilt t auch die Summe a + b .
In Formelsprache:
∀ a , b , t ∈ ℕ :
t | a ∧ t | b ⇒ t | ( a + b )
Voraussetzung: Wir haben zwei Voraussetzungen die durch das logische und zu einer Voraussetzung zusammengefasst werden:
V1 : t | a
V2 : t | b
V: t | a ∧ t | b
t | ( a + b )
Implikation 3: Nebenwinkelsatz
Wenn α und β Nebenwinkel sind, dann ist die Summe ihrer Größen 1 8 0 ∘
In anderer Formulierung ohne wenn-dann:
Nebenwinkel ergänzen sich zu 1 8 0 ∘
α und β sind Nebenwinkel
α und β sind supplementär.
Implikation 4: Scheitelwinkelsatz
Wenn die beiden Winkel α und β Scheitelwinkel sind, dann haben sie dieselbe Größe.
alternative Formulierung ohne wenn-dann:
Scheitelwinkel haben dieselbe Größe. oder
Scheitelwinkel sind kongruent zueinander.
α und β sind Scheitelwinkel
| α | = | β | bzw. α ≅ β
Implikation 5: Nonsens
Wenn die Gerade g durch keinen der Eckpunkte des Dreiecks A B C ‾ geht und jede der drei Seiten A B ‾ , B C ‾ , A C ‾ geht, dann ist 2 eine rationale Zahl.
nkoll ( A , B , C ) ∧ A , B , C ∉ g ∧ g ∩ A B ‾ = ∅ ∧ g ∩ B C ‾ = ∅ ∧ g ∩ A C ‾ = ∅
∃ n , m ∈ ℕ : n m = 2
Implikation 6: Satz des Thales