Halbebenen und der Satz von Pasch SoSe 19

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Halbebenen und der Satz von Pasch

Halbebenen

Analogiebetrachtungen


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Halbgeraden
Halbebenen
GeoGebra
GeoGebra

Definition des Begriffs der Halbebene

Alles hat zwei Seiten oder grundlegende Ideen der Beschaffenheit von Ebenen

Zu unsere Vorstellung von der Eigenschaften einer beliebigen Ebene ϵ gehört u.a., dass jede Gerade  g, die zu unserer jeweiligen Ebene ϵ gehört, diese in zwei Hälften bzw. zwei Seiten einteilt. Zur Kennzeichnung der beiden Seiten von ϵ bezüglich der Geraden  g verwenden wir einen Punkt  Qϵ, welcher nicht zu  g gehören sollte. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Zu der einen Hälfte von  ϵ bezüglich  g gehören alle die Punkte aus ϵg, die mit  Q auf derselben Seite von  g liegen. Alle anderen Punkte aus ϵg gehören zur anderen Seite von  ϵ bezüglich  g. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt

Offene Halbebenen

Die beiden Seiten, in die die Menge der Punkte einer Ebene  ϵ, die nicht auf einer Geraden  g dieser Ebene liegen, durch diese Gerade  g eingeteilt wird, heißen offene Halbebenen von  ϵ bezüglich der Trägergeraden  g. Der nicht zu  g gehörende Referenzpunkt  Qϵ bietet uns eine Möglichkeit zur Bezeichnung der beiden offenen Halbebenen. Die offene Halbebene, zu der alle Punkte gehören, die bezüglich  g mit  Q auf derselben Seite liegen, wird mit  gQ+ bezeichnet, die andere offene Halbebene von  ϵ bezüglich  g und  Q mit  gQ.

Obige Ausführungen können als informelle Definition des Begriffs offene Halbebene dienen. Hinsichtlich wirklicher mathematischer Exaktheit der Festlegung, was denn eine offene Halbene sein möge, bedarf es einer genauereren Erklärung, was denn darunter zu verstehen wäre, dass zwei Punkte  P und  Q einer Ebene  ϵ auf ein und derselben bzw. auf zwei verschiedenen Seiten dieser Ebene bezüglich einer Geraden  g liegen.

Definition II.1: (offene Halbebene)
Es sei  ε eine Ebene in der die Gerade  g liegen möge. Ferner sei  Q ein Punkt der Ebene  ε, der nicht zur Geraden  g gehört.
Unter den offenen Halbebenen  gQ+ und  gQ bezüglich der Trägergeraden  g versteht man die folgenden Teilmengen der Ebene  ε ohne die Gerade  g :
 gQ+:={P|PQg=ϕ}
 gQ:={P|PQgϕ}

Halbebenen

Vereinigt man die Menge der Punkte einer offenen Halbeben mit der Menge der Punkte der Trägergerade so erhält man eine Halbebene.

Definition II.2: (Halbebene)
Es sei  g eine Gerade der Ebene  ϵ.  gQ+ und  gQ seien die beiden offenen Halbebenen von  ϵ bezüglich  g. Unter den (geschlossenen) Halbebenen von  ϵ bezüglich  g versteht die beiden Punktmengen, die durch die Vereinigung jeder dieser beiden offenen Halbebene von  ϵ bezüglich der Geraden  g mit jeweils dieser Geraden  g entstehen.

Bemerkung: Für die formale Beschreibung von offenen und geschlossenen Halbebenen wird jeweils dieselbe Bezsichnung verwendet: offene Halbebene:  gQ+, (geschlossene) Halbebene:  gQ+. Der weitere Gebrauch der Sprache kennzeichnet, ob es sich um eine offene oder um die geschlossene Halbene handeln soll. Aus Gründen der Vereinfachung sei vereinbart, dass  gQ+ bzw.  gQ immer die geschlossene Halbebene meint. Soll die offene Halbebene gemeint sein, so ist dieses durch den Zusatz "offen" zu kennzeichnen.

Definition II.3: Halbraum

Gegeben sei eine Ebene E und ein Raum R, der E enthält. Die Punkte des Raumes, die nicht in E liegen, bilden zwei Mengen derart, dass gilt:

Offener Halbraum  EQ+:={P|PQE=ϕ}
Offener Halbraum  EQ:={P|PQE={S}}

Der Satz von Pasch


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GeoGebra
Satz II.1: Der Satz von Pasch
Gegeben sei ein Dreieck ABC. Ferner sei  g eine Gerade, die durch keinen der drei Eckpunkte  A,B,C geht. Wenn  g eine der drei Seiten des Dreiecks ABC schneidet, dann schneidet  g genau eine weitere Seite des Dreiecks ABC.
Beweis des Satz von Pasch

Übungsaufgabe

Konvexe Punktmengen

Definition II.4: (konvexe Punktmenge)
Eine Menge  M von Punkten heißt konvex, wenn mit je zwei Punkten  A und  B dieser Menge die gesamte Strecke AB zu  M gehört.
Satz II.2
Halbebenen sind konvexe Punktmengen
Beweis von Satz II.2

trivial (Der Leser überzeuge sich davon)

Satz II.3
Der Durchschnitt zweier konvexer Punktmengen ist konvex.
Beweis von Satz II.3

Es seien  M1 und  M2 zwei konvexe Mengen.

zu zeigen: Der Durchschnitt der beiden Mengen  M1 und  M2 ist auch konvex.