Pfeilklassen

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Pfeilklassen

Definition


Pfeil AB
Es seien A und B zwei (nicht notwendigerweise) verschiedene Punkte. Der Pfeil AB ist das geordnete Paar (A,B). A heißt Anfangspunkt des Pfeils AB, B heißt Endpunkt des Pfeils AB. Jedem Pfeil ist eine Punktmenge zugehörig, Es handelt sich dabei um die Menge der Punkte der Strecke AB. Sollte der Anfangspunkt eines Pfeils mit dem Endpunkt dieses Pfeils zusammenfallen spricht man vom Nullpfeil o. Zwei Pfeile AB und CD haben einen Punkt gemeinsam falls ihre Punktmengen einen Punkt gemeinsam haben.


Definition


Zwei Pfeile AB und CD heißen parallelgleich, wenn gilt:

  1. |AB|=|CD|
  2. AB|CD
  3. AB und CD sind gleichorientiert.


Satz

Die Relation parallelgleich ist eine Äquivalenzrelation auf der Menge der Pfeile des Raumes bzw. der Ebene.

D.h. a ist parallelgleich() zu b, wenb gilt:
a) Reflexivität: aa
b) Symmetrie: abba
c) Transitivität: abbcac


Definition


Eine Pfeilklasse ist eine Äquivalenzklasse bzgl der Äquivalenzrelation parallelgleich,
d.h, mit der Pfeilklasse u bezeichnet man die Menge aller zu dem Pfeil u parallelgleicen Pfeile der Ebene bzw. des Raumes:
u={x|xu}

Rechenregeln der Addition von Pfeilklassen

Für beliebige Pfeilklassen u,v,w gilt:

i) u,v gilt u+v=v+u (Kommuntativität der Addition)

ii) u,v,wV gilt (u+v)+w=u+(v+w) (Assoziativität der Addition)

iii) Es existiert eine Pfeilklasse 0, sodass gilt u+0=u (neutrales Element bzgl. der Addition, Nullpfeilklasse)

iv) Zu jedem u existiert ein u mit u+(u)=o (inverses Element)


Rechenregeln der Multiplikation von Pfeilklassen mit Skalaren

Für beliebige Pfeilklassen u,v,w und beliebige λ,μ gilt:

i) 1u=u (Neutrales Element bzgl. der Multiplikation)

ii) (λμ)u=λ(μu) (Assoziativität der Multiplikation von Vektoren mit reelen Zahlen)

iii)λ(u+v)=λu+λv (1.Distributivgesetz)

iv) (λ+μ)u=λu+μu (2.Distributivgesetz)